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Aneurysma

Hartwig's Geschichte 6

01.06.2010

... ein Neubegin ...

Seit heute arbeite ich wieder!

20.11.2009

Ende der Einnahme von Medikamenten

Seit einigen Tagen nehme ich keine Anti-Epilepetika mehr. In der Nachfolge meines Aneurysma hatte ich einen epileptischen Anfall. Seitdem musste ich Medikamente dagegen nehmen. Jetzt muss ich das nicht mehr. Ich habe die Medikamente über eine Dauer von neun kontinuierlich reduziert. 

In den letzten Monaten hat sich sehr viel getan. Ich hoffe, dass ich demnächst die Zeit finden werde, wieder etwas schreiben zu können.

16.09.2009

Gedächtnis

Das Ultrakurzzeitgedächtnis scheint inzwischen wieder einigermaßen in Ordnung zu sein. Auch beim Langzeitgedächtnis hat sich sehr viel gebessert. Zu Beginn meiner Krankheit konnte ich überhaupt nicht zugreifen, jetzt ist der Zugriff wieder gut. Schwierigkeiten habe ich noch immer mit dem mittelfristigen Gedächtnis. Auch hier ist vieles besser geworden, aber hier sind auch noch die stärksten Mängel. Ich kann mir immer noch keine Liste von Dingen merken, muss also alle Dinge einzeln merken. Also z.B. wenn ich das Fahrrad flicken muss. Ich muss dann den Reifen abmontieren, das Loch flicken, und den Reifen wieder montieren. Jeder Arbeitsschritt setzt sich auch einer Vielzahl kleiner Arbeitsschritte zusammen. Ich bin aber derzeit nicht in der Lage mir all diese Arbeitsschritte zu merken. Ich kann mir immer nur einem kleinen Teil merken. Ich kann mir also eine Sache nicht als Ganzes merken, sondern ich muss es immer aufteilen. Ich lebe also in einer Kurzzeitwelt. Aber auch hier gilt, es wird immer besser, es dauert aber sehr lange bis sich kleine Schritte der Besserung ergeben. 

06.09.2009

Programmieren in C++

Ich habe es endlich wieder geschafft in C++ zu programmieren. Damit ist ein großer, großer Wunsch in Erfüllung gegangen. Ich hatte es seit einiger Zeit einmal im Monat versucht, bin aber immer daran gescheitert. Jetzt ist es endlich soweit. Vieles meines früheren Wissens ist verloren gegangen oder ich komme nicht mehr heran kommen. Aber das "Gefühl" ist noch da. Dies ist viel wert. Ich kann zwar jetzt nur einfachste Programme schreiben, es geht alles sehr langsam, aber es geht wieder. Ich muss oft Stundenlang im Internet suchen, bis ich entsprechende Beispielprogramme gefunden habe. Aber wie gesagt, das Gefühl ist noch da. Und das ist Gold wert! Ich werde in nächste Zeit in "http://www.vrtainment.de/vrtainment/html/software/software.htm" berichten was sich getan hat. 

05.09.2009

Gesichtsfeld

Mein Gesichtsfeld ist immer noch sehr eingeschränkt. Es ist zwar inzwischen wesentlich besser besser und flexibler geworden, aber immer noch weit davon entfernt, wie es einmal war. Zu Beginn meiner Krankheit war es so, dass ich mich auf einen Buchstaben konzentrieren musste, damit ich diesen lesen konnte. Auf etwas anderes konnte ich mich nicht mehr konzentrieren. Ich musste wirklich jeden Buchstaben einzeln erkennen und verarbeiten. Einen Satz zu lesen war sehr schwer und sehr aufwendig. Wenn ich heute folgenden Text lesen muss geht das einigermaßen:

Es strengt immer noch sehr an, aber das Umschalten von einen kleinen Bereich in einen größeren Bereich (also die Aufmerksamkeitsverteilung), das geht inzwischen viel besser. Zu Beginn meiner Krankheit konnte ich einem solchen Bereich nicht lesen und verarbeiten.  

02.09.2009

Web-Seiten

Ich habe in den letzten Monaten sehr viel mit den Web-Seiten gemacht. Der Anfang der Zeit war schwierig, inzwischen ist es schon viel besser geworden. Ich habe dabei vorwiegend mit "Frontpage" gearbeitet. Nur manche Sachen habe ich in "Macromedia Dreamweaver" gemacht. Vor allem dann, wenn ich die Verbindung mit "Javascript" benötigt habe. An folgenden Web-Seiten habe ich gearbeitet: 

www.vrtainment.de
www.capturepad.com
www.vr-soccer.de
www.aneurysma.org
www.hartwig-distler.de
www.ezelheim.de

31.08.2009

Mathe

Ich habe zwar immer noch Schwierigkeiten mit den Zahlen reibungslos umzugehen, aber wenn ich nur im Kopf rechne geht es inzwischen ganz passabel. Es ist zudem eine gute Übung für mein Gedächtnis. Ich kann jetzt einigermaßen die Aufgaben im Kopf behalten. Manche Tage mache ich auf und abzählen, and manchen Tagen mache ich die Basis Mathematik. Ein Beispiel: 234 + 141= 375. Das sind immerhin fünf Sachen, die ich mir merken muss. Die Zahlen, das Gleichheitszeichen und das Rechenzeichen. So langsam aber sicher nimmt der Zahlenraum in meinem Gehirn wieder Formen an. Ich mache alle vier Grundrechenarten. 

30.08.2009

Zahlen, Zahlen und noch einmal Zahlen

Ich hatte vor einigen Monaten gedacht, dass es mit den Zahlen geschafft wäre. Aber da war ich weit gefehlt. Einfache Zahlen sind kein Problem. Also 0, 1, 2 usw, aber sobald es zweistellig wird dann komme ich zu Problemen. Ich hatte ja schon mehrfach erwähnt, dass es im Deutschen mit der Reihenfolge der Zahlen schwierig ist. Da mein mir zur Verfügung stehender Speicher immer noch sehr knapp bemessen ist, habe ich lange Zeit Schwierigkeiten mit Zahlen die größer als Zehn waren. Aus Speichergründen war ich immer gezwungen die Stellen nacheinander zu benennen. Ein Beispiel: 123. Ich musste dann immer die Zahlen einzelnen benennen. Also 1, dann die 3, und dann die 2. Inzwischen habe ich etwas mehr Speicher zur Verfügung. Jetzt benenne ich die Zahl so: Eins und dann Drei-und-Zwanzig. Die "Drei-und-Zwanzig" kann ich inzwischen wieder am Stück sprechen. Heißt natürlich auch, dass ich jetzt "99" Zahlen kennen muss. Aber wie gesagt, jetzt habe ich endlich etwas mehr Speicher um so etwas machen zu können. Schon ganz schön verrückt. Ich mache Zahlen seit 3 1/2 Jahren. Wie sich das in die Länge gezogen hat. 

Sobald ich noch versuche an etwas anderes zu Denken, kann es sein, dass das was ich denke eine ganz andere Zahl ist, wie ich sage. Dann kommt es dazu, dass das Ganze nicht mehr synchronisiert ist. 

Aber ich habe einen weiteren Schritt getan. Ich kann inzwischen wieder Zahlen Sprechen welche größer als 100 sind und das ist super!!!     

22.08.2009

Neuigkeiten

Am 11.08.2009 war der vierte Jahrestag meines Aneurysma. Und es ist schön immer noch ein Teil dieser Welt zu sein. 
Ich habe in den letzten Monaten sehr viel HTML und Javascript gemacht. Es fällt mir immer noch sehr schwer, aber es gibt jeden Tag kleine Fortschritte. Inzwischen habe ich auch begonnen wieder in C++ versuchen zu programmieren. Ich habe es bisher jeden Monat einmal versucht, aber bis jetzt war es immer ohne Erfolg. Nun endlich bin ich soweit. Ich programmiere wieder in C++. Alles ist sehr, sehr langsam, aber auch hier gilt: Jeden Tag gibt es kleine Fortschritte. Das meiste meines früheren Wissens in C++ ist verloren gegangen bzw. ich komme nicht mehr heran. Aber ich bin nach vier Jahren wieder so weit, dass ich wieder programmiere. Alles ist sehr langsam und zäh, aber ich bin nun endlich soweit, dass ich wieder damit anfangen kann. Das ist einfach nur SUPER!!! Ich werde in den nächsten Monaten darüber in der VRtainment Home Page berichten:  http://www.vrtainment.de/vrtainment/html/software/software.htm

01.07.2009

Neues Web-Design

Neues Web-Design dieser Seite. 

27.06.2009

Ost-See

Wir waren für einige Tage an der Ost-See. Das erste Mal seit meiner Krankheit konnte ich mich unter dieser Menge von Menschen einigermaßen unbeschwert bewegen. Normalerweise bin ich dann binnen von Minuten vollkommen überfordert. Wenn ich viele Menschen sehe und wenn ich mich das erste mal an einem Ort befinde, dann treten bei mir Engpässe in der Informationsverarbeitung auf. Da muss man so viele Dinge gleichzeitig machen. Ich bin dann binnen weniger Minuten vollkommen überfordert. Das hat sich jetzt eindeutig verbessert. Ich kann mich endlich wieder unter einer Menge von Menschen bewegen. Es treten zwar immer noch Engpässe auf. Aber nun ist es wieder möglich. 

10.06.2009

Mathe im Kopf

Ich hatte bereits mehrfach erwähnt, dass ich im “Kopf“ Zahlen herauf und herunter zähle. Das gleich gilt inzwischen auch für die einfache Mathematik. Das geht auch recht passabel inzwischen. Zwei Sachen sind mir in letzter Zeit aufgefallen. Das eine ist, wenn ich die Rechenart ändere, dann braucht mein „Gehirn“ relativ lange um den Modus umzustellen. Also wenn ich gerade addiere z.B. 13 + 17 = ? und dann umschalte auf Division z.B. 36/4, dann brauche ich lange, bis ich den Modus umgestellt habe. Wenn ich als nächstes die gleiche Rechenoperation mache, geht es dann wieder einfacher, also z.B. 90/6. Das Zweite was mir auffällt ist folgendes: Wenn ich eine Rechenoperation mache, also z.B. 30 + 9 dann geht die relativ flott. Wenn ich aber nun in meinen Kopf die Zahlen vertauche, also 9 + 30, dann dauert es oft relativ lange bis ich das Ergebnis habe. 

09.06.2009
Hose

Wenn ich eine Hose anziehe, dann kommt es relativ häufig vor, dass ich die Hose falsch herum anziehe, d.h. der Hintern ist vorne. Besonders bei kurzen Hosen kommt das relativ häufig vor. Aber auch bei langen Hosen kann es vorkommen. Ich scheine generell eine Tendenz zu haben immer Sachen umgekehrt anzuziehen. Das gilt auch für Unterhosen und T-Shirts.

08.06.2009
Schreiben mit Kreide

Ich werde demnächst mal versuchen wieder mit Kreide zu schreiben. Das trifft sich ganz gut, da auch meine Tochter mit dem Schreiben anfängt. Ich habe seit meiner Krankheit, bzw. seitdem ich es mit dem Schreiben versuche, immer mit dem PC gemacht. Aber ich denke, dass es sehr viel bringt, wieder mit der Kreide zu schreiben. Mit der Tastatur zu schreiben ist sehr schön, aber die Motorik kommt etwas zu kurz. Ich habe die Hoffnung, dass beim Schreiben mit der Kreide, gerade dieser Aspekt gefördert wird. Im gewissen Sinne ist es auch anstrengender mit der Hand zu schreiben. Aber ich denke, dass es auch mein Sprachverständnis fördern wird, da man nicht nur eine Taste drückt, sondern sich ganz mit dem Buchstaben beschäftigen muss.

07.06.2009
Stichpunkte

Wenn ich einen Text lese und mir dabei Stichpunkte notiere, dann bin ich schon noch wenigen Minuten nicht mehr in der Lage, den Text aus den Stichpunkten zu „rekonstruieren“. Ich sehr dann den Stichpunkt, kann mich aber nicht mehr daran erinnern was damit gemeint war. Das ist kein Thema, das passiert sicher auch beim „normalen Erdenbürger“, aber bei mir ist im Regelfall nach ein paar Minuten alles verloren. Ich habe dann auch keine Möglichkeit mehr etwas zu rekonstruieren. Ich hatte dazu schon einmal einige Versuche gemacht. Erst wenn ich mir einen Text über mehrere Minuten mir einpräge, ihn mir also immer wieder vorsage, dann bleibt er irgendwann einmal hängen. Aber bis dahin muss ich mir den Text immer wieder vorsagen. 

02.06.2009
Gedanken und Sprechen

Es fällt mir immer noch sehr schwer meine gedankliche Umwelt und meine „tun“ Umwelt zu vereinbaren. Vielleicht wird das am folgenden Beispiel etwas klarer.

Wenn ich diese Zeilen so lese, dann merke ich oft, dass sich das Zählen und das „Tun“ voneinander unterscheiten. Gedanklich Zähle ich z.B. „105.htm“ aber ich spreche dann eine andere Zahl, z.B. „106.htm“. Wer gewinnt, ist dabei sehr unterschiedlich. Das hängt davon ab, worauf ich mich gerade konzentriere. Aber Fakt ist, dass da zwei Sachen nicht richtig miteinander funktionieren. 

31.05.2009
Schreiben

Ich habe für meine Tochter eine Tafel zum Schreiben und eine Tafel mit Magnetbuchstaben gekauft. Die Tafel ist natürlich auch für mich, denn das Schreiben auf einer Tafel ist noch eine ganz andere Sache als das Schreiben auf dem PC. Mit den Magnetbuchstaben habe ich noch eine interessante Entdeckung gemacht. Wenn ich die Buchstaben nur fühlen, aber nicht sehen darf, so ist es für mich immer nach sehr schwer, diese Aufgabe zu lösen.

30.05.2009
Einkaufen im Supermarkt

Zu Beginn meine Krankheit bin ich zunächst kaum Einkaufen gegangen. Ich wäre von der Fülle der notwendigen Aktionen erschlagen worden. Zu Beginn war mein Gedächtnis sehr, sehr schlecht gewesen. Mit der Zeit ist es dann immer besser geworden. Zunächst bin ich immer zum selben Supermarkt gegangen. Ich habe dann ein Gefühl für den einen Supermarkt bekommen. Ich kannte mir dann immer mehr Sachen merken. Ich habe in der Regel keinen Einkaufszettel genommen um mein Gedächtnis zu trainieren.  Ich habe im Regelfall einen Satz gleichartiger Sachen gekauft. Aber auch jedes mal etwas anderes. Das hat mein Gedächtnis trainiert. Mit der Zeit bin ich dann auch in andere Supermärkte gegangen. Und bei jedem Mal wird es etwas besser. Teilweise mit dem Fahrrad gefahren, teilweise mit anderen Personen, manchmal auch mit meiner Tochter. Das ist für mich relativ anstrengend, denn ich muss dann zusätzlich noch auf die junge Dame aufpassen. Auf der andere Seite, eine sehr gute Übung um mehrere Sachen gleichzeitig zu machen. Und jeden Tag komme ich ein Stück weiter ...

29.05.2009
Zahlenspiele

Derzeit mache ich Spiele im Kopf beim Denken. Ich nenne eine Zahl, also z.B. „23“. Dann muss ich noch so viel addieren, dass es „100“ gibt. Also in diesem Fall „77“. Das Ganze ist gut für mich, da es neben der Mathematik auch das Gedächtnis verbessert, da ich alles im Kopf mach muss. Man muss da nicht unbedingt die „100“ verwenden, sondern kann da jede beliebige Zahl anwenden. Also z.B. „137“ plus wie viel gibt „339“. Die Lösung lautet in diesem Fall „202“. Das macht Spaß und mein Gehirn muss sich dabei anstrengen!

26.05.2009
Wochentage

Ich habe immer noch Schwierigkeiten mit den Wochentagen. Also Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag. Ich kann es problemlos Sprechen, aber ich habe noch immer Schwierigkeiten den richtigen Tag zuzuweisen. Ich weiß z.B. dass etwas am Freitag stattfindet, weise aber ihn den Tag Mittwoch zu. Inzwischen ist es so wenn ich konzentriert bin, dann geht es einigermaßen gut. Aber sobald ich nicht konzentriert bin, oder noch etwas nebenbei mache, dann habe ich diese Schwierigkeiten. Es ist dann so, als ob mir die semantische Bedeutung verloren ist. Schon erstaunlich, es sind nur sieben Wochentage, aber es bereitet mir solche Schwierigkeiten.

23.05.2009
Farben

Ich habe immer noch Schwierigkeiten Farben richtig zu benennen. Kein Thema, viele Menschen geben den Farben unterschiedliche Namen. Aber zumindest bei den Grundfarben sind sich die meisten Menschen einig. Ich meine hier also Farben wie „Rot“, „Grün“, „Blau“ und „Gelb“. Ich sehe die Farbe zwar richtig, aber ich habe noch immer Schwierigkeiten, der Farbe den richtigen Namen zu geben. Gerade, wenn ich mich nicht auf diese Aufgabe konzentriere, kommen sehr viele Fehler vor. Wenn ich mich nur auf diese Aufgabe konzentriere, dann läuft es relativ passabel.

22.05.2009
Derzeitiger Zustand

Im letztem halben Jahr haben sich viele Dinge verbessert. Es ist noch immer weit davon entfernt, was es vor meiner Krankheit war, aber ich bin in den letzten Monaten sehr viel weiter gekommen. Irgendwann hatte ich meine Zweifel während meiner Krankheit, ob ich wieder einigermaßen so werden würde wie vorher. Natürlich ist das wichtigste, dass ich einigermaßen gesund bin. Aber ich war auch immer sehr bestrebt wieder so zu werden wie ich vor meiner Krankheit war. Es wäre zwar keine Tragödie gewesen, wenn es nicht geklappt hätte. Ich hätte dann schon einen neuen Bereich gefunden, in dem ich mich auch wohl gefühlt hätte. Aber es ist doch besonders schön, wenn das Gehirn wieder einigermaßen das macht, was es soll. Ich muss natürlich noch viele Aufgaben erledigen. Aber ein wichtiger Schritt ist getan. Ich bin jetzt guter Hoffnung, dass alles sehr, sehr gut wird. Es hat sich auch gezeigt, dass es gut ist, an ein gutes Ende zu glauben, und vieles dafür zu tun auch wenn es oft lange dauert, bis sich Erfolge einstellen. Das wichtigste von allen Dingen ist, dass ich mein Leben als Geschenk erhalten habe.

21.05.2009
Und noch ein dolles Ereignis ...

Und wieder hat etwas angefangen sich zu lösen. Ich komme nun in meinem Gedächtnis wieder an Sachen heran, an die ich seit meiner Krankheit nicht mehr herangekommen bin. In ein paar Tagen öffnen sich da wieder alte Welten, von denen ich geglaubt hatte, dass sie für immer verloren wären. Ich habe immer wieder versucht an dieses Wissen heran zu kommen. Aber bisher haben mir die Wege und Mittel gefehlt. Was ist passiert? Ich musste im FTP-Client auf einem Server Dateien löschen. Den Dateien hatte ich den Namen „vrtainment-||||“ gegeben. Anlegen und bearbeiten konnte ich die Dateien. Als ich dann aber in einer der nächsten Sitzungen die Dateien wieder wollte, ging das nicht mehr. Da wäre ich dann normalerweise am Ende meines Lateins gewesen. Dann konnte ich mich aber plötzlich wieder erinnern wie der Vorgang des Löschens auf dem FTP-Client gehen könnte. Ich habe es zunächst mit dem Befehl „del vrtainment-||||“. Das ging aber nicht. Ich habe dann mehrere Varianten versucht. Aber nichts ging. Dann kam mir auf einmal wieder in den Sinn, ich könnte es vielleicht mit dem Befehl „rm“ versuchen. Also habe ich es damit versucht. Da hatte ich zunächst keinen Erfolg. Dann kam mir auf einmal in den Sinn, dass ich es mit „rm –r vrtainment-||||“ versuchen könnte. Und siehe da, es hat funktioniert. Solche Sachen waren vor meiner Krankheit der Alltag für mich. Ich  hatte schon geglaubt, dass dieses Wissen für mich für immer verloren  wäre. Und nun ist es wieder da! Ich bin vor fast vier Jahren krank geworden. Habe immer wieder versucht, auf dieses Wissen zuzugreifen, hatte aber leider keinen Erfolg. Und jetzt sind Teile davon wieder da!!! Sicher, es sind nur kleine Teile davon wieder da. Aber ich bin sehr guter Hoffnung, dass sich vieles wieder herstellen lässt. Schritt für Schritt. Es scheint so zu sein, als ob ich erst Lesen und Schreiben wieder einigermaßen lernen musste, um wieder auf andere Prozesse zugreifen zu können.

19.05.2009
Schuhe

Ich habe immer davon berichtet, dass irgendetwas nicht mehr geht oder funktioniert. Ich habe bei meiner Tochter das Anziehen ihrer Schuhe beobachtet. Dabei ist mir erst einmal aufgefallen, wie schwierig es ist, so etwas zu lernen. Derartige Schwierigkeiten hatte ich auch bei meiner Krankheit nie. Schuhe anziehen ging bei mir immer tadellos. Wie gesagt, wenn ich diesen Vorgang bei meiner Tochter ansehe, dann merke ich erst, was alles noch so geht. Ich habe dann angefangen, darüber nachzudenken, aus wie vielen Einzelschritten sich dieser Vorgang zusammensetzt. Und die sind bei mir alle unbeschädigt geblieben.

17.05.2009
Regal aufbauen

Ich habe vor gut zwei Jahren ein Regal aufgebaut. Es hat mehrere Stunden gedauert und ohne Hilfe hätte ich es gar nicht geschafft. Sicher, bei den Bauplänen hatte ich auch vor meiner Krankheit so meine Schwierigkeiten gehabt. Aber vorher meiner habe ich dann einfach meine Strategien schnell umgestellt. Nach meiner Krankheit, hat es einfach dann einfach mehrere Stunden gedauert, bis ich einzelne Schritte durchdacht hatte. Jetzt vier Jahre später, geht viele wieder reibungsloser. Aber auch heute, wenn ich neue Schritte machen muss, dann merke ich immer noch wie schwer mir das ganze fällt. Es ist sehr schön, dass alles wie besser geht. Aber es fehlt mir noch immer die Leichtigkeit, die ich früher einmal hatte. Da habe ich einfach dann verschiedene Schritte ausprobiert und einfach herum gemacht, bis ich eine schnelle Lösung hatte. Da fehlt heute noch ein bestimmter Teil meines Wissens, flexibel an Sachen heran zu gehen.

13.05.2009
Automatische Schritte

Das ist wieder eine von vielen Sachen, die sich in den letzten Monaten verbessert hat. Wenn ich an meiner Web-Seite herum bastele und ich eine Änderung auf allen Seiten durchführen muss, dann geht es noch eine gewissen Einarbeitungszeit wesentlich besser als noch vor einigen Wochen. Noch vor einigen Wochen musste ich den Satz von Schritten immer wieder neu „erfinden“. Wenn ich also eine Korrektur durchführen musste, die sich aus den Schritten „Schritt 1, Schritt 2, Schritt 3, Schritt 4“ zusammen setzte, dann musste dich das Prozedere jedes Mal wieder neu erfinden, da die letzten Schritte bereits in meinem Gedächtnis gelöscht waren. Heute ist es so, dass ich den Vorgang einige Male wiederholen muss, aber dann geht er in einem automatischen Vorgang über. Die Zahl der Schritte ist zwar noch immer sehr begrenzt, aber es ist ein wichtiger Erfolg!

12.05.2009
Löschen von Text

Wenn ich mit dem PC schreibe, ist mir folgende Sache aufgefallen. Wenn ich ein Wort falsch geschrieben habe bzw. mich vertippt habe, dann fällt es mir schwer, den falschen Buchstaben zu erkennen und den Fehler zu beheben. Im Regelfall geht es dann so, dass ich das Wort komplett lösche und wieder neu schreibe.

11.05.2009
Laufen, Zählen und Nachdenken

Das Laufen (Joggen) geht inzwischen fast wieder automatisch. Zu Beginn meiner Krankheit war selbst das für mich mit einer gewissen Anstrengung verbunden. Das Koordinieren der Schritte und das Anpassen an die Umwelt. Ich hatte auch schon mehrmals erwähnt das ich beim Joggen dann neben bei Zähle, damit ich auch wieder lerne mehrere Sachen parallel zu machen. Jetzt versuche ich noch eine dritte Sache einzufügen. Ich versuche meinen Gedanken freien Lauf zu lassen, also über verschiedene Dinge nach zu denken. Momentan erfordert das Rechnen noch immer meine ganze Konzentration. Es ist aber auch so, dass das Rechnen mir „etwas leichter fällt“. Jetzt also der Versuch einen Schritt weiter zu gehen und noch eine Sache parallel zu machen. Momentan erscheint es mir fast unmöglich, aber mit der Zeit wird sich das Ganze auch wieder automatisieren lassen (so jeden falls hoffe ich).

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