| Aneurysma |
Hartwig's
Geschichte 6
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| 01.06.2010 |
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...
ein Neubegin ... |
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Seit
heute arbeite ich wieder!
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| 20.11.2009 |
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Ende
der Einnahme von Medikamenten |
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Seit
einigen Tagen nehme ich keine Anti-Epilepetika mehr. In der
Nachfolge meines Aneurysma hatte ich einen epileptischen Anfall.
Seitdem musste ich Medikamente dagegen nehmen. Jetzt muss ich
das nicht mehr. Ich habe die Medikamente über eine Dauer von
neun kontinuierlich reduziert.
In
den letzten Monaten hat sich sehr viel getan. Ich hoffe, dass
ich demnächst die Zeit finden werde, wieder etwas schreiben zu
können.
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| 16.09.2009 |
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Gedächtnis |
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Das
Ultrakurzzeitgedächtnis scheint inzwischen wieder einigermaßen
in Ordnung zu sein. Auch beim Langzeitgedächtnis hat sich sehr
viel gebessert. Zu Beginn meiner Krankheit konnte ich überhaupt
nicht zugreifen, jetzt ist der Zugriff wieder gut.
Schwierigkeiten habe ich noch immer mit dem mittelfristigen Gedächtnis.
Auch hier ist vieles besser geworden, aber hier sind auch noch
die stärksten Mängel. Ich kann mir immer noch keine Liste von
Dingen merken, muss also alle Dinge einzeln merken. Also z.B.
wenn ich das Fahrrad flicken muss. Ich muss dann den Reifen
abmontieren, das Loch flicken, und den Reifen wieder montieren.
Jeder Arbeitsschritt setzt sich auch einer Vielzahl kleiner
Arbeitsschritte zusammen. Ich bin aber derzeit nicht in der Lage
mir all diese Arbeitsschritte zu merken. Ich kann mir immer nur
einem kleinen Teil merken. Ich kann mir also eine Sache nicht
als Ganzes merken, sondern ich muss es immer aufteilen. Ich lebe
also in einer Kurzzeitwelt. Aber auch hier gilt, es wird immer
besser, es dauert aber sehr lange bis sich kleine Schritte der
Besserung ergeben.
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| 06.09.2009 |
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Programmieren
in C++ |
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Ich
habe es endlich wieder geschafft in C++ zu programmieren. Damit
ist ein großer, großer Wunsch in Erfüllung gegangen.
Ich hatte es seit einiger Zeit einmal im Monat versucht, bin
aber immer daran gescheitert. Jetzt ist es endlich soweit.
Vieles meines früheren Wissens ist verloren gegangen oder ich
komme nicht mehr heran kommen. Aber das "Gefühl" ist
noch da. Dies ist viel wert. Ich kann zwar jetzt nur einfachste
Programme schreiben, es geht alles sehr langsam, aber es geht
wieder. Ich muss oft Stundenlang im Internet suchen, bis ich
entsprechende Beispielprogramme gefunden habe. Aber wie gesagt,
das Gefühl ist noch da. Und das ist Gold wert! Ich werde in nächste
Zeit in "http://www.vrtainment.de/vrtainment/html/software/software.htm"
berichten was sich getan hat.
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| 05.09.2009 |
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Gesichtsfeld |
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Mein Gesichtsfeld ist immer noch
sehr eingeschränkt. Es ist zwar inzwischen wesentlich besser
besser und flexibler geworden, aber immer noch weit davon
entfernt, wie es einmal war. Zu Beginn meiner Krankheit war es
so, dass ich mich auf einen Buchstaben konzentrieren musste,
damit ich diesen lesen konnte. Auf etwas anderes konnte ich mich
nicht mehr konzentrieren. Ich musste wirklich jeden Buchstaben
einzeln erkennen und verarbeiten. Einen Satz zu lesen war sehr
schwer und sehr aufwendig. Wenn ich heute folgenden Text lesen
muss geht das einigermaßen:

Es strengt immer noch sehr an,
aber das Umschalten von einen kleinen Bereich in einen größeren
Bereich (also die Aufmerksamkeitsverteilung), das geht
inzwischen viel besser. Zu Beginn meiner Krankheit konnte ich
einem solchen Bereich nicht lesen und verarbeiten.
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| 02.09.2009 |
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Web-Seiten |
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Ich
habe in den letzten Monaten sehr viel mit den Web-Seiten
gemacht. Der Anfang der Zeit war schwierig, inzwischen ist es
schon viel besser geworden. Ich habe dabei vorwiegend mit
"Frontpage" gearbeitet. Nur manche Sachen habe ich in
"Macromedia Dreamweaver" gemacht. Vor allem dann, wenn
ich die Verbindung mit "Javascript" benötigt habe. An
folgenden Web-Seiten habe ich gearbeitet:
www.vrtainment.de
www.capturepad.com
www.vr-soccer.de
www.aneurysma.org
www.hartwig-distler.de
www.ezelheim.de
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| 31.08.2009 |
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Mathe |
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Ich
habe zwar immer noch Schwierigkeiten mit den Zahlen reibungslos
umzugehen, aber wenn ich nur im Kopf rechne geht es inzwischen
ganz passabel. Es ist zudem eine gute Übung für mein Gedächtnis.
Ich kann jetzt einigermaßen die Aufgaben im Kopf behalten.
Manche Tage mache ich auf und abzählen, and manchen Tagen mache
ich die Basis Mathematik. Ein Beispiel: 234 + 141= 375. Das sind
immerhin fünf Sachen, die ich mir merken muss. Die Zahlen, das
Gleichheitszeichen und das Rechenzeichen. So langsam aber sicher
nimmt der Zahlenraum in meinem Gehirn wieder Formen an. Ich
mache alle vier Grundrechenarten.
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| 30.08.2009 |
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Zahlen, Zahlen und noch einmal Zahlen |
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Ich
hatte vor einigen Monaten gedacht, dass es mit den Zahlen
geschafft wäre. Aber da war ich weit gefehlt. Einfache Zahlen
sind kein Problem. Also 0, 1, 2 usw, aber sobald es zweistellig
wird dann komme ich zu Problemen. Ich hatte ja schon mehrfach
erwähnt, dass es im Deutschen mit der Reihenfolge der Zahlen
schwierig ist. Da mein mir zur Verfügung stehender Speicher
immer noch sehr knapp bemessen ist, habe ich lange Zeit
Schwierigkeiten mit Zahlen die größer als Zehn waren. Aus
Speichergründen war ich immer gezwungen die Stellen
nacheinander zu benennen. Ein Beispiel: 123. Ich musste dann
immer die Zahlen einzelnen benennen. Also 1, dann die 3, und
dann die 2. Inzwischen habe ich etwas mehr Speicher zur Verfügung.
Jetzt benenne ich die Zahl so: Eins und dann Drei-und-Zwanzig.
Die "Drei-und-Zwanzig" kann ich inzwischen wieder am
Stück sprechen. Heißt natürlich auch, dass ich jetzt
"99" Zahlen kennen muss. Aber wie gesagt, jetzt habe
ich endlich etwas mehr Speicher um so etwas machen zu können.
Schon ganz schön verrückt. Ich mache Zahlen seit 3 1/2 Jahren.
Wie sich das in die Länge gezogen hat.
Sobald
ich noch versuche an etwas anderes zu Denken, kann es sein, dass
das was ich denke eine ganz andere Zahl ist, wie ich sage. Dann
kommt es dazu, dass das Ganze nicht mehr synchronisiert
ist.
Aber
ich habe einen weiteren Schritt getan. Ich kann inzwischen
wieder Zahlen Sprechen welche größer als 100 sind und das ist
super!!!
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| 22.08.2009 |
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Neuigkeiten |
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Am
11.08.2009 war der vierte Jahrestag meines Aneurysma. Und es ist
schön immer noch ein Teil dieser Welt zu sein.
Ich habe in den letzten Monaten sehr viel HTML und Javascript
gemacht. Es fällt mir immer noch sehr schwer, aber es gibt
jeden Tag kleine Fortschritte. Inzwischen habe ich auch begonnen
wieder in C++ versuchen zu programmieren. Ich habe es bisher
jeden Monat einmal versucht, aber bis jetzt war es immer ohne
Erfolg. Nun endlich bin ich soweit. Ich programmiere wieder in
C++. Alles ist sehr, sehr langsam, aber auch hier gilt: Jeden
Tag gibt es kleine Fortschritte. Das meiste meines früheren
Wissens in C++ ist verloren gegangen bzw. ich komme nicht mehr
heran. Aber ich bin nach vier Jahren wieder so weit, dass ich
wieder programmiere. Alles ist sehr langsam und zäh, aber ich
bin nun endlich soweit, dass ich wieder damit anfangen kann. Das
ist einfach nur SUPER!!! Ich werde in den nächsten Monaten darüber
in der VRtainment Home Page berichten: http://www.vrtainment.de/vrtainment/html/software/software.htm
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| 01.07.2009 |
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Neues
Web-Design |
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Neues
Web-Design dieser Seite.
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| 27.06.2009 |
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Ost-See |
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Wir
waren für einige Tage an der
Ost-See.
Das
erste Mal seit meiner Krankheit
konnte ich mich unter dieser Menge
von Menschen einigermaßen
unbeschwert bewegen. Normalerweise
bin ich dann binnen von Minuten
vollkommen überfordert. Wenn ich
viele Menschen sehe und wenn ich
mich das erste mal an einem Ort
befinde, dann treten bei mir Engpässe
in der Informationsverarbeitung
auf. Da muss man so viele Dinge
gleichzeitig machen. Ich bin dann
binnen weniger Minuten vollkommen
überfordert. Das hat sich jetzt
eindeutig verbessert. Ich kann
mich endlich wieder unter einer
Menge von Menschen bewegen. Es
treten zwar immer noch Engpässe
auf. Aber nun ist es wieder möglich.
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| 10.06.2009 |
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Mathe
im Kopf |
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Ich
hatte bereits mehrfach erwähnt,
dass ich im “Kopf“
Zahlen herauf und herunter zähle.
Das gleich gilt inzwischen auch für
die einfache Mathematik. Das geht
auch recht passabel inzwischen.
Zwei Sachen sind mir in letzter
Zeit aufgefallen. Das eine ist,
wenn ich die Rechenart ändere,
dann braucht mein
„Gehirn“ relativ lange
um den Modus umzustellen. Also
wenn ich gerade addiere z.B. 13 +
17 = ? und dann umschalte auf
Division z.B. 36/4, dann brauche
ich lange, bis ich den Modus
umgestellt habe. Wenn ich als nächstes
die gleiche Rechenoperation mache,
geht es dann wieder einfacher,
also z.B. 90/6. Das Zweite was mir
auffällt ist folgendes: Wenn ich
eine Rechenoperation mache, also
z.B. 30 + 9 dann geht die relativ
flott. Wenn ich aber nun in meinen
Kopf die Zahlen vertauche, also 9
+ 30, dann dauert es oft relativ
lange bis ich das Ergebnis
habe.
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| 09.06.2009 |
| Hose |
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Wenn ich eine Hose anziehe, dann kommt es relativ häufig
vor, dass ich die Hose falsch
herum anziehe, d.h. der Hintern
ist vorne. Besonders bei kurzen
Hosen kommt das relativ häufig
vor. Aber auch bei langen Hosen
kann es vorkommen. Ich scheine
generell eine Tendenz zu haben
immer Sachen umgekehrt anzuziehen.
Das gilt auch für Unterhosen und
T-Shirts.
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| 08.06.2009 |
| Schreiben
mit Kreide |
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Ich werde demnächst mal versuchen wieder mit Kreide
zu schreiben. Das trifft sich ganz
gut, da auch meine Tochter mit dem
Schreiben anfängt. Ich habe seit
meiner Krankheit, bzw. seitdem ich
es mit dem Schreiben versuche,
immer mit dem PC gemacht. Aber ich
denke, dass es sehr viel bringt,
wieder mit der Kreide zu
schreiben. Mit der Tastatur zu
schreiben ist sehr schön, aber
die Motorik kommt etwas zu kurz.
Ich habe die Hoffnung, dass beim
Schreiben mit der Kreide, gerade
dieser Aspekt gefördert wird. Im
gewissen Sinne ist es auch
anstrengender mit der Hand zu
schreiben. Aber ich denke, dass es
auch mein Sprachverständnis
fördern wird, da man nicht nur
eine Taste drückt, sondern sich
ganz mit dem Buchstaben
beschäftigen muss.
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| 07.06.2009 |
| Stichpunkte |
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Wenn
ich einen Text lese und mir dabei
Stichpunkte notiere, dann bin ich
schon noch wenigen Minuten nicht
mehr in der Lage, den Text aus den
Stichpunkten zu
„rekonstruieren“. Ich
sehr dann den Stichpunkt, kann
mich aber nicht mehr daran
erinnern was damit gemeint war.
Das ist kein Thema, das passiert
sicher auch beim „normalen
Erdenbürger“, aber bei mir
ist im Regelfall nach ein paar
Minuten alles verloren. Ich habe
dann auch keine Möglichkeit mehr
etwas zu rekonstruieren. Ich hatte
dazu schon einmal einige Versuche
gemacht. Erst wenn ich mir einen
Text über mehrere Minuten mir
einpräge, ihn mir also immer
wieder vorsage, dann bleibt er
irgendwann einmal hängen. Aber
bis dahin muss ich mir den Text
immer wieder vorsagen.
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| 02.06.2009 |
| Gedanken und Sprechen |
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Es fällt mir immer noch sehr schwer meine
gedankliche Umwelt und meine
„tun“ Umwelt zu
vereinbaren. Vielleicht wird das
am folgenden Beispiel etwas
klarer.

Wenn
ich diese Zeilen so lese, dann
merke ich oft, dass sich das Zählen
und das „Tun“
voneinander unterscheiten.
Gedanklich Zähle ich z.B.
„105.htm“ aber ich
spreche dann eine andere Zahl,
z.B. „106.htm“. Wer
gewinnt, ist dabei sehr
unterschiedlich. Das hängt davon
ab, worauf ich mich gerade
konzentriere. Aber Fakt ist, dass
da zwei Sachen nicht richtig
miteinander funktionieren. |
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| 31.05.2009 |
| Schreiben |
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Ich habe für meine Tochter eine Tafel zum Schreiben
und eine Tafel mit
Magnetbuchstaben gekauft. Die
Tafel ist natürlich auch für
mich, denn das Schreiben auf einer
Tafel ist noch eine ganz andere
Sache als das Schreiben auf dem
PC. Mit den Magnetbuchstaben habe
ich noch eine interessante
Entdeckung gemacht. Wenn ich die
Buchstaben nur fühlen, aber nicht
sehen darf, so ist es für mich
immer nach sehr schwer, diese
Aufgabe zu lösen.
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| 30.05.2009 |
| Einkaufen
im Supermarkt |
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Zu
Beginn meine Krankheit bin ich zunächst
kaum Einkaufen gegangen. Ich wäre
von der Fülle der notwendigen
Aktionen erschlagen worden. Zu
Beginn war mein Gedächtnis sehr,
sehr schlecht gewesen. Mit der
Zeit ist es dann immer besser
geworden. Zunächst bin ich immer
zum selben Supermarkt gegangen.
Ich habe dann ein Gefühl für den
einen Supermarkt bekommen. Ich
kannte mir dann immer mehr Sachen
merken. Ich habe in der Regel
keinen Einkaufszettel genommen um
mein Gedächtnis zu trainieren.
Ich habe im Regelfall einen
Satz gleichartiger Sachen gekauft.
Aber auch jedes mal etwas anderes.
Das hat mein Gedächtnis
trainiert. Mit der Zeit bin ich
dann auch in andere Supermärkte
gegangen. Und bei jedem Mal wird
es etwas besser. Teilweise mit dem
Fahrrad gefahren, teilweise mit
anderen Personen, manchmal auch
mit meiner Tochter. Das ist für
mich relativ anstrengend, denn ich
muss dann zusätzlich noch auf die
junge Dame aufpassen. Auf der
andere Seite, eine sehr gute Übung
um mehrere Sachen gleichzeitig zu
machen. Und jeden Tag komme ich
ein Stück weiter ...
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| 29.05.2009 |
| Zahlenspiele |
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Derzeit mache ich Spiele im Kopf beim Denken. Ich
nenne eine Zahl, also z.B.
„23“. Dann muss ich
noch so viel addieren, dass es
„100“ gibt. Also in
diesem Fall „77“. Das
Ganze ist gut für mich, da es
neben der Mathematik auch das Gedächtnis
verbessert, da ich alles im Kopf
mach muss. Man muss da nicht
unbedingt die „100“
verwenden, sondern kann da jede
beliebige Zahl anwenden. Also z.B.
„137“ plus wie viel
gibt „339“. Die Lösung
lautet in diesem Fall
„202“. Das macht Spaß
und mein Gehirn muss sich dabei
anstrengen!
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| 26.05.2009 |
| Wochentage |
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Ich habe immer noch Schwierigkeiten mit den
Wochentagen. Also Montag,
Dienstag, Mittwoch, Donnerstag,
Freitag, Samstag und Sonntag. Ich
kann es problemlos Sprechen, aber
ich habe noch immer
Schwierigkeiten den richtigen Tag
zuzuweisen. Ich weiß z.B. dass
etwas am Freitag stattfindet,
weise aber ihn den Tag Mittwoch
zu. Inzwischen ist es so wenn ich
konzentriert bin, dann geht es
einigermaßen gut. Aber sobald ich
nicht konzentriert bin, oder noch
etwas nebenbei mache, dann habe
ich diese Schwierigkeiten. Es ist
dann so, als ob mir die
semantische Bedeutung verloren
ist. Schon erstaunlich, es sind
nur sieben Wochentage, aber es
bereitet mir solche
Schwierigkeiten.
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| 23.05.2009 |
| Farben |
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Ich habe immer noch Schwierigkeiten Farben richtig
zu benennen. Kein Thema, viele
Menschen geben den Farben
unterschiedliche Namen. Aber
zumindest bei den Grundfarben sind
sich die meisten Menschen einig.
Ich meine hier also Farben wie
„Rot“, „Grün“,
„Blau“ und
„Gelb“. Ich sehe die
Farbe zwar richtig, aber ich habe
noch immer Schwierigkeiten, der
Farbe den richtigen Namen zu
geben. Gerade, wenn ich mich nicht
auf diese Aufgabe konzentriere,
kommen sehr viele Fehler vor. Wenn
ich mich nur auf diese Aufgabe
konzentriere, dann läuft es
relativ passabel.
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| 22.05.2009 |
| Derzeitiger Zustand |
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Im letztem halben Jahr haben sich viele Dinge
verbessert. Es ist noch immer weit
davon entfernt, was es vor meiner
Krankheit war, aber ich bin in den
letzten Monaten sehr viel weiter
gekommen. Irgendwann hatte ich
meine Zweifel während meiner
Krankheit, ob ich wieder einigermaßen
so werden würde wie vorher. Natürlich
ist das wichtigste, dass ich
einigermaßen gesund bin. Aber ich
war auch immer sehr bestrebt
wieder so zu werden wie ich vor
meiner Krankheit war. Es wäre
zwar keine Tragödie gewesen, wenn
es nicht geklappt hätte. Ich hätte
dann schon einen neuen Bereich
gefunden, in dem ich mich auch
wohl gefühlt hätte. Aber es ist
doch besonders schön, wenn das
Gehirn wieder einigermaßen das
macht, was es soll. Ich muss natürlich
noch viele Aufgaben erledigen.
Aber ein wichtiger Schritt ist
getan. Ich bin jetzt guter
Hoffnung, dass alles sehr, sehr
gut wird. Es hat sich auch
gezeigt, dass es gut ist, an ein
gutes Ende zu glauben, und vieles
dafür zu tun auch wenn es oft
lange dauert, bis sich Erfolge
einstellen. Das wichtigste von
allen Dingen ist, dass ich mein
Leben als Geschenk erhalten habe.
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| 21.05.2009 |
| Und
noch ein dolles Ereignis ... |
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Und wieder hat etwas angefangen sich zu lösen. Ich
komme nun in meinem Gedächtnis
wieder an Sachen heran, an die ich
seit meiner Krankheit nicht mehr
herangekommen bin. In ein paar
Tagen öffnen sich da wieder alte
Welten, von denen ich geglaubt
hatte, dass sie für immer
verloren wären. Ich habe immer
wieder versucht an dieses Wissen
heran zu kommen. Aber bisher haben
mir die Wege und Mittel gefehlt.
Was ist passiert? Ich musste im
FTP-Client auf einem Server
Dateien löschen. Den Dateien
hatte ich den Namen „vrtainment-||||“
gegeben. Anlegen und bearbeiten
konnte ich die Dateien. Als ich
dann aber in einer der nächsten
Sitzungen die Dateien wieder
wollte, ging das nicht mehr. Da wäre
ich dann normalerweise am Ende
meines Lateins gewesen. Dann
konnte ich mich aber plötzlich
wieder erinnern wie der Vorgang
des Löschens auf dem FTP-Client
gehen könnte. Ich habe es zunächst
mit dem Befehl „del
vrtainment-||||“. Das ging
aber nicht. Ich habe dann mehrere
Varianten versucht. Aber nichts
ging. Dann kam mir auf einmal
wieder in den Sinn, ich könnte es
vielleicht mit dem Befehl „rm“
versuchen. Also habe ich es damit
versucht. Da hatte ich zunächst
keinen Erfolg. Dann kam mir auf
einmal in den Sinn, dass ich es
mit „rm –r vrtainment-||||“
versuchen könnte. Und siehe da,
es hat funktioniert. Solche Sachen
waren vor meiner Krankheit der
Alltag für mich. Ich
hatte schon geglaubt, dass
dieses Wissen für mich für immer
verloren
wäre. Und nun ist es
wieder da! Ich bin vor fast vier
Jahren krank geworden. Habe immer
wieder versucht, auf dieses Wissen
zuzugreifen, hatte aber leider
keinen Erfolg. Und jetzt sind
Teile davon wieder da!!! Sicher,
es sind nur kleine Teile davon
wieder da. Aber ich bin sehr guter
Hoffnung, dass sich vieles wieder
herstellen lässt. Schritt für
Schritt. Es scheint so zu sein,
als ob ich erst Lesen und
Schreiben wieder einigermaßen
lernen musste, um wieder auf
andere Prozesse zugreifen zu können.
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| 19.05.2009 |
| Schuhe |
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Ich habe immer
davon berichtet, dass irgendetwas
nicht mehr geht oder funktioniert.
Ich habe bei meiner Tochter das
Anziehen ihrer Schuhe beobachtet.
Dabei ist mir erst einmal
aufgefallen, wie schwierig es ist,
so etwas zu lernen. Derartige
Schwierigkeiten hatte ich auch bei
meiner Krankheit nie. Schuhe
anziehen ging bei mir immer
tadellos. Wie gesagt, wenn ich
diesen Vorgang bei meiner Tochter
ansehe, dann merke ich erst, was
alles noch so geht. Ich habe dann
angefangen, darüber nachzudenken,
aus wie vielen Einzelschritten
sich dieser Vorgang zusammensetzt.
Und die sind bei mir alle unbeschädigt
geblieben.
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| 17.05.2009 |
| Regal aufbauen |
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Ich habe vor gut
zwei Jahren ein Regal aufgebaut.
Es hat mehrere Stunden gedauert
und ohne Hilfe hätte ich es gar
nicht geschafft. Sicher, bei den
Bauplänen hatte ich auch vor
meiner Krankheit so meine
Schwierigkeiten gehabt. Aber
vorher meiner habe ich dann
einfach meine Strategien schnell
umgestellt. Nach meiner Krankheit,
hat es einfach dann einfach
mehrere Stunden gedauert, bis ich
einzelne Schritte durchdacht
hatte. Jetzt vier Jahre später,
geht viele wieder reibungsloser.
Aber auch heute, wenn ich neue
Schritte machen muss, dann merke
ich immer noch wie schwer mir das
ganze fällt. Es ist sehr schön,
dass alles wie besser geht. Aber
es fehlt mir noch immer die
Leichtigkeit, die ich früher
einmal hatte. Da habe ich einfach
dann verschiedene Schritte
ausprobiert und einfach herum
gemacht, bis ich eine schnelle Lösung
hatte. Da fehlt heute noch ein
bestimmter Teil meines Wissens,
flexibel an Sachen heran zu gehen.
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| 13.05.2009 |
| Automatische Schritte |
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Das ist wieder
eine von vielen Sachen, die sich
in den letzten Monaten verbessert
hat. Wenn ich an meiner Web-Seite
herum bastele und ich eine Änderung
auf allen Seiten durchführen
muss, dann geht es noch eine
gewissen Einarbeitungszeit
wesentlich besser als noch vor
einigen Wochen. Noch vor einigen
Wochen musste ich den Satz von
Schritten immer wieder neu
„erfinden“. Wenn ich
also eine Korrektur durchführen
musste, die sich aus den Schritten
„Schritt 1, Schritt 2,
Schritt 3, Schritt 4“
zusammen setzte, dann musste dich
das Prozedere jedes Mal wieder neu
erfinden, da die letzten Schritte
bereits in meinem Gedächtnis gelöscht
waren. Heute ist es so, dass ich
den Vorgang einige Male
wiederholen muss, aber dann geht
er in einem automatischen Vorgang
über. Die Zahl der Schritte ist
zwar noch immer sehr begrenzt,
aber es ist ein wichtiger Erfolg!
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| 12.05.2009 |
| Löschen von Text |
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Wenn ich mit dem
PC schreibe, ist mir folgende
Sache aufgefallen. Wenn ich ein
Wort falsch geschrieben habe bzw.
mich vertippt habe, dann fällt es
mir schwer, den falschen
Buchstaben zu erkennen und den
Fehler zu beheben. Im Regelfall
geht es dann so, dass ich das Wort
komplett lösche und wieder neu
schreibe.
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| 11.05.2009 |
| Laufen, Zählen und Nachdenken |
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Das Laufen (Joggen) geht inzwischen fast wieder
automatisch. Zu Beginn meiner
Krankheit war selbst das für mich
mit einer gewissen Anstrengung
verbunden. Das Koordinieren der
Schritte und das Anpassen an die
Umwelt. Ich hatte auch schon
mehrmals erwähnt das ich beim
Joggen dann neben bei Zähle,
damit ich auch wieder lerne
mehrere Sachen parallel zu machen.
Jetzt versuche ich noch eine
dritte Sache einzufügen. Ich
versuche meinen Gedanken freien
Lauf zu lassen, also über
verschiedene Dinge nach zu denken.
Momentan erfordert das Rechnen
noch immer meine ganze
Konzentration. Es ist aber auch
so, dass das Rechnen mir
„etwas leichter fällt“.
Jetzt also der Versuch einen
Schritt weiter zu gehen und noch
eine Sache parallel zu machen.
Momentan erscheint es mir fast unmöglich,
aber mit der Zeit wird sich das
Ganze auch wieder automatisieren
lassen (so jeden falls hoffe ich).
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