Aneurysma Operation

Ein Aneurysma durch eine Operation behandeln

Um intrakranielle Aneurysmen zu behandeln gibt es zwei unterschiedliche Methoden. Wir sprechen entweder von dem operativem Clipping mit Eröffnung der Schädeldecke oder dem endovaskulären Coiling ohne Eröffnung der Schädeldecke.

Die ISAT Studie (International Subarachnoid Aneurysm Trail, 2002) empfiehlt auf Grund zahlreicher Fallserien Aneurysmen, die unter Berücksichtigung technischer Kriterien für ein Coiling sich eignen, endovaskulär zu behandeln.

Meist arbeiten zur Abklärung der besten Möglichkeit die neuroradiologischen Abteilungen intensiv mit den Neurologen und Neurochirurgen zusammen. Sie bilden ein so genanntes medizinisch interdisziplinäres Behandlungsteam.

Was geschieht während eines operativen Eingriffs und wie läuft dieser ab

Der Coiling Prozess erfolgt selbstverständlich unter Vollnarkose. Um das Aneurysma zu erreichen wird als erstes eine Leistenschlagader punktiert um ein ca. 2-4 mm dickes Röhrchen, auch Schleuse genannt, zu legen. Durch diese Schleuse wird der Katheter eingebracht. Unter Durchleuchtung in der entsprechenden Halsschlagader wird dieser schließlich genau positioniert. Eine 3D Gefäßdarstellung schließt sich diesem Prozedere an. Sie dient zur Planung des Eingriffes sowie des Auffindens der Arbeitsprojektion. Es erfolgt sogleich die Einlage eines zweiten, sehr feinen Mikrokatheters (Durchmesser der Spitze ca. 0,5 mm) über den ersten Katheter. Dieser wird über die Halsschlagader bis direkt in das Aneurysma gesteuert. Es legen sich Platindrähte (Durchmesser ca. 0,25 mm) spiralförmig in das Aneurysma wodurch schrittweise eine Auffüllung des Aneurysmasackes bis zum endgültigen Verschluss erfolgt. Zum Schluss werden Katheter und Schleuse entfernt und die Leiste mit einem Fibrinpfropf wieder verschlossen.

Abhängig von Größe, Lage und natürlich der Ausrichtung eines Aneurysmas werden in regelmäßigen Abständen Gefäß rekonstruierende Methoden wie die Ballon-assistierte Aneurysmafüllung (Remodeling) oder das Einbringen von Stents angewendet. Dadurch wird es in der modernen Medizin möglch, die meisten der intrakraniellen Aneurysmen endovaskulär mittels Coiling zu behandeln.

Welche Risiken sind zu berücksichtigen bei einer Aneurysma Operation

Generell besteht die Gefahr eines Gefäßwandeinrisses durch das Arbeiten mit dem Katheter innerhalb des Blutkreislaufes und im Aneurysma. Auch die Gefahr eines Blutgerinnsels mit der Gefahr eines peripheren Gefäßverschlusses im Sinne eines Schlaganfalls ist möglich. Dieser kann asymptomatisch aber auch mit schwersten Folgen einhergehen. Nicht selten ist eine medikamentöse Nachbehandlung erforderlich um Schlaganfallsereignissen vorzubeugen.

Durch eine Verdichtung der Coilschlingen kommt es eigentlich nur bei großen Aneurysmen zu einer Wiedereröffnung.