Aneurysma im Kopf


Klären wir zuerst einmal die Frage:

Was ist ein Aneurysma im Kopf?

Es handelt sich wörtlich um eine Erweiterung, medizinisch genau gesagt eine Arterienerweiterung. Diese Erweiterung kann angeboren sein oder auf Grund einer Wandveränderung der Gefäße entstehen. Ein so genanntes Hirnaneurysma, mit dem wir uns folgend eingehend befassen, ist bei Patienten mit einer angeborenen Fehlbildung der Aortenklappe häufiger zu beobachten.

Was ist ein Hirngefäß Aneurysma im Kopf

Es entsteht anlagebedingt, wenn in der Wand der Blutgefäße des Gehirns Schwachstellen vorliegen. Eine so genannte Aussackung der Gefäßwand kann durch Die Faktoren Blutdruck, Hormone aber auch Rauchen negativ beeinflusst werden. Zum Teil kommt es zu einem weiteren Wachstum dieser Aussackung und im schlimmsten Fall zu einem Platzen des Gefäßes. Dann entsteht die gefürchtete Subrachnoidalblutung welche eine besondere Form des Schlaganfalls darstellt. Studien belegen, dass das Alter eine gewisse Rolle spielt. Bei 1-2% der Angiographie Patienten und bei 5-7% der älteren Autopsie Patienten konnten Nachweise gefunden werden. Bei einem Drittel konnten sogar mehrere Hirn Aneurysmen diagnostiziert werden.

Die Folge einer solchen Blutung

Leider gibt es bisher keine medizinische Möglichkeit die innerhalb von wenigen Minuten stattfindende Schädigung zu beeinflussen. In 50% der Fälle kommt es zum Tod und bei zwei dritteln zu dauerhaften Gesundheitsschäden.

Ist eine vorbeugende Behandlung möglich

Im Prinzip gibt es bisher zwei Verfahren die sich in Bezug auf die Vor- und Nachteile unterscheiden. Es handelt sich dabei um die operative Klippung und den endovaskulären Verschluss, auch coiling genannt. In jedem Fall sollte am besten eine interdisziplinäre Beratung erfolgen, die auf ausgearbeiteten Empfehlungen zur Behandlung von nicht rupturierten Aneurysmen basiert erfolgen.

Was ist bezüglich der Vererbbarkeit zu beachten

In ca. 10 % besteht eine familiäre Vorbelastung. Erblich bedingte Aneurysmen finden sich häufig an Bestimmten Stellen des Hirngefäßbaumes. Blutungen in jüngeren Jahren können hier die Folge sein. Bezüglich des Verhältnisses von Nutzen und Risiken zueinander bezüglich der Voruntersuchung innerhalb der Verwandtschaft gibt es international keine übereinstimmende Meinung.